Grundlagen & Wissen

Privat- oder Verkehrsrechtsschutz: Was brauche ich wirklich?

05. Januar 2026 4 Min. Lesezeit
Entscheidung Rechtsschutz

Bei der Rechtsschutzversicherung stellt sich oft die Frage: Soll ich nur den Privatrechtsschutz abschliessen, nur den Verkehrsrechtsschutz – oder gleich das Kombi-Paket? Wir erklären die Unterschiede und warum Sparen hier teuer werden kann.

1. Der Privatrechtsschutz

Er ist der "Allrounder" für Ihren Alltag. Er deckt Streitigkeiten ab, die nichts mit dem Strassenverkehr zu tun haben. Die wichtigsten Bereiche sind:

  • Arbeitsrecht: Kündigung, Zeugnis, Lohn.
  • Mietrecht: Mietzinserhöhung, Kündigung, Nebenkosten.
  • Vertragsrecht: Online-Shopping, Handwerker, Reiseverträge.
  • Gesundheitsrecht: Streit mit Krankenkasse oder IV.

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2. Der Verkehrsrechtsschutz

Viele glauben, er sei nur für Autofahrer wichtig. Das ist ein Irrtum. Der Verkehrsrechtsschutz hilft Ihnen bei allen Streitigkeiten im Zusammenhang mit Mobilität – egal ob als Autofahrer, Velofahrer, E-Biker oder Fussgänger.

  • Unfälle: Schadenersatz und Schmerzensgeld fordern.
  • Ausweis: Rekurs gegen Ausweisentzug.
  • Fahrzeug: Streit mit der Garage oder beim Autokauf.

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Gut zu wissen

Ein Autounfall ist nicht im Privatrechtsschutz gedeckt. Wenn Sie als Fussgänger angefahren werden und Schmerzensgeld vom Unfallverursacher fordern wollen, brauchen Sie zwingend den Verkehrsrechtsschutz.

Die Kombi-Lösung: Warum sie sich lohnt

In der Praxis überschneiden sich die Bereiche oft. Zudem bieten fast alle Versicherer (Dextra, Fortuna, Orion etc.) einen massiven Kombi-Rabatt an.

Ein Rechenbeispiel:

  • Einzelpolice Privat: ca. CHF 260.- / Jahr
  • Einzelpolice Verkehr: ca. CHF 90.- / Jahr
  • Kombi-Paket: ca. CHF 290.- / Jahr

Für einen Aufpreis von oft nur 30 bis 50 Franken erhalten Sie den kompletten Schutz. Das lohnt sich fast immer, da schon eine einzige juristische Beratung im Verkehrsrecht (z.B. nach einer Busse) mehr kostet als der Jahresaufpreis.

Lücken vermeiden

Wer nur einen Baustein wählt, riskiert Deckungslücken. Ein Beispiel: Sie kaufen ein E-Bike online. Das Bike wird geliefert, ist aber defekt (Vertragsrecht -> Privat). Beim ersten Ausprobieren haben Sie einen Unfall mit einem Auto (Verkehrsrecht). Ohne Kombi-Schutz stehen Sie in einem der beiden Fälle ohne Hilfe da.

Fazit

Wenn Sie kein Auto besitzen und auch nie Velo fahren oder als Fussgänger unterwegs sind (was kaum möglich ist), reicht der Privatrechtsschutz. Für alle anderen empfehlen wir klar die Kombi-Deckung. Sie bietet das beste Preis-Leistungs-Verhältnis und schliesst gefährliche Lücken.

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